Auf Deutsch mit jemandem chatten, der Englisch spricht
Du schreibst Deutsch, die andere Person liest Englisch: Piou übersetzt auf dem Gerät, auch offline. Premium: 4,90 € im Monat, in der Schweiz 5,90 CHF.
Mit Piou schreibst du auf Deutsch und die andere Person auf Englisch: Jede Nachricht wird auf dem Gerät der Person übersetzt, die sie liest, und das Original ist immer nur einen Tipp entfernt. Die Übersetzung gehört zu Piou Premium (4,90 € im Monat in Deutschland und Österreich, 5,90 CHF in der Schweiz, nach einem 7-tägigen Gratistest) und funktioniert offline, sobald beide Sprachen geladen sind.
So funktioniert es zwischen Deutsch und Englisch
Jeder schreibt in seiner Sprache. Piou erkennt die Sprache jeder Nachricht auf dem Handy des Absenders und speichert sie so, wie sie geschrieben wurde. Übersetzt wird erst auf dem Gerät des Empfängers: Unter einer übersetzten Nachricht steht „Übersetzt“, und „Original anzeigen“ zeigt den genauen Wortlaut.
Ein Cloud-Übersetzungsdienst ist nicht beteiligt; die Engine hängt vom Gerät ab:
- iPhone (ab iOS 18): Apples integrierte Übersetzung.
- Android (ab Version 8.0): ML Kit von Google, mit Sprachmodellen, die aufs Handy geladen werden.
- Web-App (app.piou.chat): die Open-Source-Engine Bergamot mit den Modellen von Firefox Translations im Browser oder, am Computer, die in Chrome integrierte Übersetzung, wo es sie gibt. Deutsch und Englisch werden direkt übersetzt, ohne Umweg über eine dritte Sprache.
Die Übersetzungen verlassen dein Gerät nie. Die Nachrichten selbst liegen in der Originalsprache auf den Servern von Piou, damit sie zugestellt und synchronisiert werden können.
Übersetzung ist persönlich. Mit Premium liest du Nachrichten, Umfragen, Status-Texte und Sprachnachrichten auf Deutsch; Sprachnachrichten werden transkribiert und übersetzt, die Aufnahme bleibt abspielbar. In der kostenlosen Version bleiben englische Nachrichten englisch, und einmal pro Tag und Chat schlägt dir ein Hinweis vor, sie auf Deutsch zu lesen. Damit die andere Person dich auf Englisch liest, braucht sie ebenfalls Premium – oder du nutzt „Piou verschenken“.
Ein Beispiel
Frau Hoffmann vermietet in Leipzig eine Wohnung an Daniel Murphy, einen Ingenieur aus Dublin. Die Übersetzungen sind beispielhaft; der genaue Wortlaut hängt von der Engine des jeweiligen Geräts ab.
- Frau Hoffmann schreibt: „Guten Tag, Herr Murphy, der Schornsteinfeger kommt am Dienstag gegen halb neun. Können Sie ihm aufmachen?“
- Daniel liest: „Hello Mr. Murphy, the chimney sweep is coming on Tuesday at around half past eight. Can you let him in?“
- Daniel schreibt: „Sure, I'll be working from home that morning. Do you need anything else from me?“
- Frau Hoffmann liest: „Klar, ich arbeite an dem Vormittag von zu Hause. Brauchst du sonst noch etwas von mir?“
- Frau Hoffmann schreibt: „Nein, danke, das ist alles.“
- Daniel liest: „No, thanks, that's all.“
Zweierlei fällt auf. Aus Daniels „you“ hat die Engine ein „du“ gemacht – Daniel hat nichts dergleichen gewählt, im Englischen gibt es den Unterschied nicht. Und „halb neun“ ist 8:30 Uhr: Hätte die Übersetzung „half nine“ gelautet, hätte Daniel als Ire 9:30 Uhr verstanden.
Tipps für Nachrichten an Englischsprachige
- Höflichkeit steckt in den Worten. Dein „Sie“ kommt als schlichtes „you“ an. Freundlich wirken auf Englisch „please“, „thank you“ und eine Anrede wie „Dear Mr. Murphy“.
- Bitten werden oft verpackt. Viele Englischsprachige, besonders im Vereinigten Königreich und in Irland, formulieren indirekt: „Would you mind…“, „I was wondering if…“. Übersetzt klingt das manchmal umständlich, gemeint ist eine ganz normale Bitte. Umgekehrt kann „Bitte bis Freitag erledigen.“ auf Englisch strenger wirken als beabsichtigt; ein „Danke!“ oder „Wäre super, wenn…“ hilft.
- Uhrzeiten in Ziffern. Schreib „7:30 Uhr“ statt „halb acht“. Bei Daten den Monat ausschreiben: In den USA steht der Monat vorn, 4/3 ist dort der 3. April.
- Zahlen prüfen. Im Englischen trennt das Komma die Tausender und der Punkt die Dezimalstellen: „1,500“ heißt tausendfünfhundert. Bei Miete, Kaution oder Rechnungen lieber nachfragen.
- Kurze Sätze. Amtsdeutsch und lange Komposita wie „Nebenkostenabrechnung“ übersetzt die Engine meist, aber kurze, klare Sätze kommen besser an.
- Sprachnachrichten. Hat die andere Person Premium, liest sie deine Sprachnachrichten transkribiert und übersetzt; sonst hört sie nur deine Stimme auf Deutsch.
Grenzen der Übersetzung
- Mundart. Viele Schweizerinnen und Schweizer schreiben im Chat Dialekt („Chunsch au?“). Piou übersetzt Standarddeutsch; Schweizerdeutsch, Plattdeutsch oder stark bairisch gefärbte Nachrichten werden oft schlecht verstanden.
- Genus. Englisch markiert das Geschlecht selten: Aus „my doctor“ kann „mein Arzt“ werden, auch wenn eine Ärztin gemeint ist.
- Ironie und Understatement. Ein britisches „not bad“ ist oft ein Lob, „quite good“ manchmal eher lauwarm. Ironie überlebt die Übersetzung selten.
- Gemischte Nachrichten. Piou erkennt eine Sprache pro Nachricht. Wer mitten im Satz zwischen Deutsch und Englisch wechselt, riskiert eine halbe Übersetzung.
- Spracherkennung. Transkription, Untertitel und „Gegenüber“-Modus hängen davon ab, was die Spracherkennung des Geräts bietet; starker Akzent oder Lärm verringern die Genauigkeit.
- Wichtige Angelegenheiten. Piou übersetzt Nachrichten, keine Dokumente. Bei Mietvertrag, Behördenpost, Arztbesuch oder Geld helfen eine professionelle Übersetzung oder ein Dolmetscher. Im Notfall die 112 wählen.
So legst du los
- Installiere Piou auf einem iPhone ab iOS 18 oder einem Android-Handy ab Version 8.0 – oder öffne app.piou.chat und leg die Web-App auf den Home-Bildschirm (iPhone: Safari → Teilen → zum Home-Bildschirm; Android: Chrome → Menü ⋮ → App installieren).
- Erstelle ein Konto mit Apple, Google oder E-Mail und Passwort, wähle Deutsch und bestätige einmalig deine Telefonnummer. Sie dient nur dazu, dass dich deine Kontakte finden, nie zum Anmelden.
- Lade Deutsch und Englisch herunter, am besten im WLAN; danach übersetzt Piou auch offline.
- Finde deinen Kontakt unter denen, die schon Piou nutzen, oder schick einen Einladungslink oder QR-Code.
- Starte „7 Tage kostenlos testen“: Eine Karte ist nötig, 7 Tage lang wird nichts abgebucht, danach beginnt das Abo automatisch zum angezeigten Preis, außer du kündigst vorher.
Anwendungsfälle
Neue Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland
Fachkräfte, die noch kein Deutsch sprechen, lesen Schichtpläne und kurze Fragen auf Englisch, während du weiter Deutsch schreibst. Für Arbeitsverträge oder Sicherheitsunterweisungen braucht es trotzdem eine qualifizierte Person.
Gastfamilie für Au-pair oder Austauschschüler
Abholzeiten, Hausregeln, Einkaufslisten: Das Au-pair aus Ohio liest auf Englisch, du schreibst auf Deutsch. „Original anzeigen“ hilft zudem beim Deutschlernen, weil man Original und Übersetzung vergleichen kann.
Die englischsprachige Schwiegerfamilie
Im Familienchat schreiben die Schwiegereltern aus Manchester oder Chicago auf Englisch, und alle mit Premium lesen in ihrer eigenen Sprache. Auch Umfragen, etwa zum Termin fürs Familienfest, werden übersetzt.
Nachbarschaft im Haus
Paket angenommen, Wasser abgestellt, Hoffest am Samstag: In einer Piou-Gruppe des Hauses schreibt jede und jeder in der eigenen Sprache. Wichtige Termine bestätigt man am besten mit Datum und Uhrzeit in Ziffern.
Gäste in Hotel, Hütte oder Skiverleih
Im „Gegenüber“-Modus liegt ein einziges Handy zwischen dir und dem Gast: Es erkennt, wer spricht, zeigt die Übersetzung und liest sie vor. Der Gast braucht die App nicht, und sind die Sprachen geladen, klappt das auch ohne Netz, etwa auf der Alm.
Videoanrufe mit Untertiteln
Während Audio- und Videoanrufen blendet Premium „Übersetzte Untertitel“ ein: Jedes Handy transkribiert die Stimme seines Besitzers und schickt den Text direkt ans andere Gerät, das ihn übersetzt. Anrufe funktionieren nur zwischen Piou-Nutzern, über das Internet.
Häufige Fragen
Braucht die andere Person auch Piou? Und Premium?
Ihr braucht beide Piou, um euch zu schreiben. Übersetzung ist persönlich: Mit Premium liest du alles auf Deutsch; damit die andere Person dich auf Englisch liest, braucht sie ebenfalls Premium – du kannst es ihr in der App oder auf der Website schenken.
Funktioniert das offline?
Ja. Sobald Deutsch und Englisch einmal heruntergeladen sind, am besten im WLAN, funktionieren Übersetzung und „Gegenüber“-Modus ohne Verbindung. Zum Senden und Empfangen von Nachrichten und für Anrufe braucht es Internet.
Was kostet Piou Premium?
In Deutschland und Österreich 4,90 € im Monat oder 39 € im Jahr, in der Schweiz und in Liechtenstein 5,90 CHF oder 47 CHF. Der Preis ist an dein Land angepasst und wird vor dem Abschluss in deiner Währung angezeigt. Für den 7-tägigen Test ist eine Karte nötig; 7 Tage lang wird nichts abgebucht, danach startet das Abo automatisch, außer du kündigst vorher.
Versteht Piou Schweizerdeutsch?
Nicht zuverlässig. Piou übersetzt Standarddeutsch; in Mundart geschriebene Nachrichten werden oft schlecht übersetzt oder gar nicht als Deutsch erkannt. Wer für Englischsprachige schreibt, wählt besser Hochdeutsch.
Übersetzt Piou auch Briefe vom Amt oder den Mietvertrag?
Nein. Piou übersetzt Chat- und Sprachnachrichten, Umfragen und Status-Texte, aber keine Dokumente, PDFs oder Fotos. Für Verträge und Behördenpost brauchst du eine professionelle Übersetzung.
Kann ich mit Piou eine normale Telefonnummer anrufen?
Nein. Piou ruft nur andere Piou-Nutzer über das Internet an, keine Festnetz- oder Handynummern. Während eines Piou-Anrufs blendet Premium „Übersetzte Untertitel“ ein.